Spielen mit Mass: Warnzeichen, Werkzeuge und Hilfe
Spielen soll Unterhaltung bleiben und nie zur Geldquelle oder zum Ausweg aus Problemen werden. Wir nehmen das ernst und stellen Ihnen deshalb Werkzeuge und Anlaufstellen vor. Spielen dürfen Sie in der Schweiz ab 18 Jahren.
Warnzeichen erkennen
- Sie spielen länger oder mit höheren Einsätzen, als Sie sich vorgenommen hatten
- Sie versuchen, Verluste mit weiteren Einzahlungen zurückzuholen
- Sie verheimlichen Ihr Spiel vor Familie oder Freunden
- Sie vernachlässigen Arbeit, Schlaf oder Beziehungen, weil Sie spielen
- Sie leihen Geld, um spielen zu können
Ein einzelnes Zeichen bedeutet noch kein Problem, mehrere zusammen sollten Sie ernst nehmen. Hilfreich ist ein ehrlicher Blick auf die letzten Wochen: Wie viel Zeit und wie viel Geld ging ins Spiel, und wie fühlte sich das an? Wer dabei Unruhe spürt, macht am besten sofort eine Pause.
Was Sie bei uns einstellen können
Setzen Sie sich vor dem Spiel ein Budget und eine Zeitgrenze, und halten Sie beides ein. Wer eine Pause braucht oder sich ganz sperren möchte, schreibt an [email protected] und lässt das Konto sperren. Unser Sicherheitsteam und der Chat helfen Ihnen dabei auf Deutsch.
Zahlen Sie nur ein, was Sie entbehren können, und betrachten Sie Boni nie als Einnahme. Bonusbedingungen wie der Umsatz sind Fristen, die zusätzlich Druck erzeugen können. Aktivieren Sie ein Paket deshalb nur dann, wenn Sie ruhig entscheiden können und die Frist in Ihren Alltag passt.
Hilfe in der Schweiz
- SOS Spielsucht, das Angebot für 18 Kantone und Liechtenstein: Beratung kostenlos und anonym unter 0800 040 080, rund um die Uhr
- SafeZone.ch: anonyme Online-Beratung bei Suchtfragen
- Die Dargebotene Hand: Telefon 143 für Gespräche in akuten Krisen
- Pro Juventute: Telefon 147 für Kinder und Jugendliche
- Notfall: Telefon 144 bei medizinischen Notlagen
Die Beratungsstellen sind unabhängig von uns, und der Anruf verpflichtet zu nichts. Wenn Sie spüren, dass das Spiel Ihr Leben bestimmt, rufen Sie noch heute an. Auch Angehörige finden dort Unterstützung, wenn sie sich Sorgen um jemanden machen.
Pause und Sperre bei uns
Wenn Sie uns im Chat schreiben, dass Sie eine Pause brauchen, nehmen wir das ohne Rückfragen entgegen und leiten die Sperre ein. Bestätigung und Fristen nennen wir Ihnen dabei klar. Diese Gespräche sind vertraulich, und wir geben dazu nichts an Dritte weiter.
Ein kurzer Selbsttest
Fragen Sie sich ehrlich, ob Sie in den letzten Wochen öfter gespielt haben, als Sie wollten, und ob Sie Verluste verschwiegen haben. Prüfen Sie auch, ob Sie nach dem Spielen gereizt oder niedergeschlagen sind. Antworten Sie auf mehrere dieser Fragen mit Ja, ist ein Gespräch mit einer Beratungsstelle der nächste vernünftige Schritt.
Für Angehörige
Wer sich um einen nahestehenden Menschen sorgt, sollte das Gespräch ruhig und ohne Vorwürfe suchen. Konkrete Beobachtungen helfen mehr als Vermutungen, und Geld sollte nicht zur Rettung des Spiels zur Verfügung gestellt werden. Die genannten Stellen beraten auch Angehörige und erklären, welche Schritte sich lohnen.
Unser Anspruch
Wir fordern keine Einzahlungen ein und wir bieten keine Kredite. Jugendschutz heisst für uns, dass das Mindestalter von 18 Jahren gilt und wir Nachweise verlangen können. Wer das Konto sperren möchte, muss sich dafür nicht rechtfertigen.